nachts in berlin. alles schläft. 4 uhr morgens, ich stehe auf und verlasse das haus. endlich, als wollte der gestrige abend mir noch den rest geben mit der gabllten ladung, frontalangriff auf die seele. ich werde wohl niemals begreifen, warum jemand aus berlin den chat bei msn bevorzugt, gegenüber einem entspannten telefonat? nur um die anonymität zu wahren? wo sind wir bloss hingekommen wenn es jetzt schon so weit ist….
incommunicado? gibt es nichts mehr was man sich nicht mehr ins gesicht sagen könnte? hören wir sowenig uaf die stimme des anderen um unfähig zu sein, unsere emotionen anders als mit unsäglichen kleinen “shit happens” in vorzugsweise gelb darzustellen?
aber mal im ernst, geht es uns jetzt echt ab, die sprache als emotionale bindung zu nutzen? ich komme mir vor wie in einem absoluten c-movie , die welt im jahr 2300 , ein totalitäres regime verbietet die artikulation und alles muss nur noch non-verbal geäussert werden. unser held, also ich, bäumt sich auf, und rettet die welt , indem er anfängt , öffentlich james joyce zu zitieren , vorzugsweise “ulysses” .
ich denke , wenn man gefühle äussert verbal , dann sind sie verbindlich für den gegenüber. non-verbal ist immer wie “hast du ja falsch verstanden”, und sind mit einem einfachen “sorry” verdampft…..
andererseits habe ich eine mail bekommen, die in ihrer art glaube ich einzigartig ist.
in 20 min geht mein anschlussflug….. und italienisch ist so eine schöne sprache, ich könnte stundenlang hier sitzen und zuhören …..








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