[irgendwo zwischen fulda und kassel]
ich bin auf dem weg nach hause. fertig, kaput und mit dem gewissen das ich frühestens um eins im bett bin. das an sich ist nicht so schlimm, aber die fahrt dahin dauert noch an, mir ist es so als ob ich vor zehn minuten in stuttgart eingestiegen wäre. dabei bin ich in fast drei stunden schon in berlin. ist immer das gleiche mit den zugfahrten
.
mir ist gedanklicherweise heute mal der sonnenschein durch den kopf gegangen, und in erinnerung an die letzten zeilen war ich schon etwas komisch unterwegs. komisch deshlab, weil wir anscheinend eine “see u next year” beziehung führen, immer passenderweise zu meinem zyklischen wechsel der mobilnummer. so nach dem sinn einer rundmail mit der information des wechselns. und ebenso plötzlich wie es begann, verrinnt der weitere mailverkehr im nichts. ich glaube dieses mal war es jetzt das dritte mal, das nach 3 minaten doch rege zu nennender korrespondenz ersetzt wird durch einen sprechenden buchtitel von ludwig ganghofer. schade, ich fand die kommunikation mit ihr immer erquickend.
[kassel]
ich muss wieder auf meine nostalgischen gedanken des letzten artikels zurück kommen. drei tage stuttgart haben mich meiner vergangenheit wohl näher gebracht als sämtliche erinnerungen der letzten zehn jahre. der mailkontakt und die inhalte der mails lassen betstimmte dinge anders aussehen, andere wiederum werden nur noch mehr manifestiert wie der beton in einem keller wenn er frisch gegossen ist. zeitweise kommen sogar mir gedanken, die mit “was-wäre-wenn” beginnen und mit “undenkbar” aufhören. man hat dann tatsächlich die gedanken die man nicht haben sollte , denn zeit hat etwas was andere sachen nicht haben: vergänglichkeit ! mit jeder sekunde, die vergeht, entfernt man sich mehr von dem punkt um dem man seine gedanken (meine gedanken) vorzugsweise hat kreisen lassen, und ich bin versucht, oder besser gewillt, zu behaupten, das eine art revival der durchweg schönen erinnerungen im sinne von “best of formel eins” zwar ein durchaus angenehmes gedankenspiel darstellen, konsequenterweise aber an jeglicher annäherung scheitern werden. denn mit der vergangenen zeit haben sich restriktionen aufgebaut, die sich nicht mit der gebotenen denkweise erfassen, geschweige denn abbauen lassen. und vielleicht sind die gedanken daran viel schöner als die realität.
[göttingen]
[add]
nachdem auf der letzten fahrt ein paar punks (eher wohl hilfspunks) den zug etwas demolierten und somit die von der bahn angekündigte restaurierung aller ice-1 züge für diesen einen etwas vorverlegten, so hatte ich diesmal das (zweifelhafte?) vergnügen, die fahrt bis nach berlin mit einem singfreudigen fanblock des fc energie cottbus zu verbringen. ich wusste garnicht, das die in einer klasse spielen, in der man bundeslandübergreifend spiele hat. allen voran möchte ich einer dame namens “anke” danken (Danke Anke!) die mein eher spärlich vorhandenes wissen über fanblockchorale um mindestens 1000% erweitert hat, ebenso einem herren namens “landse” (abgeleitet vom lieblingshopfengetränk ebenjenes herren : landskron bier) der selbiges um stammtischgesänge ergänzt hat. saddam hätte zwecks neuerer foltermethoden echt was lernen können, ich denke eine weitere halbe stunde nach erlebten 5 einhalb hätten mich meine (gute?) erziehung vergessen lassen.
[berlin]
wieder in berlin, zusammengefasst ein üblicher sonntag , mit leider einem sehr schlechten brunch (nicht das essen, die athmosphäre!). meine allerliebste (ironic!) kellnerin brachte ihre schönste (more ironic!) cd mit angemessener lautstärke (unbelievable ironic!) zu gehör. und schlechte musik kann mir schon den tag verderben, aber ich hoffe er wird besser. vielleicht sollte ich mal wirklich shanice einlegen, der alten zeiten zuliebe ….








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