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und wieder mal….

sitze ich im zug nach hessen. es ist wieder unmenschlich früh und zu diese wirklich absolut unchristlichen zeit des aufstehens gesellt sich noch meine permanente müdigkeit, da ich so unendlich schlecht schlafe. hat ich schon mal irgendwo erwähnt, glaube ich zumindest. wenn nicht , auch nicht schlimm. da ich ja mit der regelmässigkeit der tiden, sicherlich nicht in deren frequenz, aber doch mit dem gleichen gleichmut, meine reise nach hessen und baw antrete, sollte ich mich eigentlich dran gewöhnt haben, wenigstens einmal alle sechs wochen so früh aufzustehen. aber nein, da muss ich anscheinend noch an mir arbeiten. es ist immer shcwer und ich bin immer müde. dereinzige vorteil ist wohl der , das man sich tatsächlich freut, eigentlich schon auf dem hinweg, igendwann mal wieder nach hause zu kommen. es geht mir aber nur auf reisen innerhalb von D so. wenn ich mich irgendwo in der weltgeschichte rumdrücke, dann ist es eher störend, irgendwann doch wieder zurück zu müssen/dürfen. bin ich in D unterwegs, dann freue ich mich wie ein kleines kind, wenn ich nach 5-7 tagen abstinenz mich in meinem roten schlafzimmer wieder betten darf. vermutlich ist das auch der grund warum ich mit dem ersten zug morgens losfahre und wenn ich aus stuttgart komme, mit dem letzten zurück nach berlin. der mensch an sich , und ich im speziellen ist da schon ein gewohnheitstier.
wie ich vorher schon schrieb, haben die letzten monate deutliche spuren an meiner geknechteten seele hinterlassen, und so ist es eigentlich nihct so schlecht, wieder mal rauszukommen und fast wie ein befreiungschlag alles hinter sich zu lassen. einfach nur in dem man wegfährt. aber ich denke, das es, um auch nur halbwegs wieder in mein sprichwörtliches gleichgewicht zu fallen, etwas mehr bedarf, als zum arbeiten in D herumzugurken. fazit ist, das durch meine zur zeit etwas angespannte finanzielle lage grosse sprünge eigentlich nicht möglich sind. alle gedanken mit brasilien oder zurück nach phuket sind erst mal auf eis gelegt, verschoben um einen unbestimmten zeitraum. wenn alles glatt geht, dann bin ich wieder in IL ende april, und anfang mai in ESP aber das steht noch nicht fest, aber der gedanke ist das was zählt.
ich sollte wieder in den ngo bereich gehen , das war da immer im sinne von “arm aber glücklich” und man hat die welt gesehen. arm bin ich noch, aber vom sehen der welt ist nicht mehr viel übrig. wie ich also schon weiter unten betonte, “a change is gonna come” und das bitte pronto :-) .
mein privatleben ?!? hat zur zeit den status “praktisch nicht vorhanden” und das schliesst jede art von gedanken an das andere geschlecht mit ein. die arbeit bestimmt zur zeit 99.999 % meines lebens, ob ich wil loder nicht. sicherlich könnte ich daran was ändern, nur waren alle schritte in diese richtung völlige fehlschläge. ich denke sogar, das jeder mich versteht, wenn ich für alle diese fehlschläge die ursachen immer nur bei mir suche, denn es ist nicht mein ding, jemand anderes für mein glück oder unglück verantwortlich zu machen. auf der einen seite war es der versuch, etwas neu anzufangen, zu einem zeitpunkt, wo es schlichtweg durch die äusseren umstände meiner arbeit keine zeit dafür gab. weiterhin ereilte mich eine der urängste des menschen so kalt von hinten , das ich vor mir selbst erschrocken bin, nämlich die tatsache verantwortung für andere zu übernehmen, wo man doch es gerade mal schafft selber über die strasse zu gehen, ohne umgefahren zu werden. dieses anti-gefühl ging soweit, das ich panikattacken bekam und auch noch bekomme. und ich will eigentlich ja auch verantwortung übernehmen, kann es aber zum jetzigen zeitpunkt so gar nihct verantworten, weil ich es ja augenscheinlich nicht mal schaffe, mich selbst irgendwie einzunorden. mir geht es hierbei wie bella, gefangen in einer struktur, die man sich selbst geschaffen hat, und vor allem von der man/frau überzeugt ist, das sie zu einer besseren qualität des lebens führen muss, muss deshalb, weil der weg so furchtbar steinig ist.
man möge es selber versuchen abzuschätzen, was auf einen steinigen weg folgt: entweder die bessere strasse, schön und breit in die richtung, in die man will, oder wovor ich mittlerweile etwas angst bekomme, das dead end. während früher der gedanke daran nicht unbedingt schlecht war, denn es trieb (mich) immer zu neuen zielen voran, ist es nun eher ein wenig versagensangst, nicht mehr das zu schaffen, was man sich irgendwie vorgenommen hat, wenn man sich denn etwas vorgenommen hat. und die magische vierzig klebt wie ein verdreckter sonnenball am ereignishorizont, und ich bin versucht, diese meine gedanken, aleine darauf zu schieben (was recht einfach wäre, aber zu keinem ziel führt).
ebenso ist die euphorie der begegnung nach langer zeit und der darin gewachsenen freude vorüber. warum ? nun, ich kann es nicht begründen, ich hatte eine sehr hohe erwartungshaltung, und nein sie wurde nicht enttäuscht, schlimmer, sie blieb eine erwartungshaltung. sogar jetzt noch. wenn ich wüsste, was ich erwarte könnte ich es hier mitteilen, aber jedes tier lebt nur solange, wie es entweder gefüttert wird , oder jagen kann. die gedanken die ich habe, die werden nicht gefüttert, sondern es ist eine art distanz entstanden, wie ich sie vermutlich auch zu einem x-beliebigen menschen haben könnte (z.b. meinen lieblingsbedienungen in meinem nunmehr ex-stamm cafe). und was das jagen angeht, ja, emotionsgeladen anfangen um dann weit über das ziel hinaus zu schiessen. wenn es denn einen sinn ergeben würde, ja , dann würde ich jagen. aber ich bin leider wie oben angedeutet, nicht mehr schmerzfrei, also überdenke ich es und warte auf ein zeichen, das nicht kommt. also eher nicht jagen , zumindest nicht in diese richtung. aber das sind maximal vermutungen, auf nicht begründet als meinen gedanken, kein zeichen von aussen und nicht mal ein ziel vor augen, das einem irgendwie auf dem weg ein zeichen geben könnte. und dabei geht es mir nicht einmal schlecht. sondern eher teilnahmslos. dritte person. irgendwie.

ps. ich habe einen nachtrag. oh ja, bevor hier gedanken aufkommen, ich wäre depressiv, dann höchstens soviel, wie man es morgens um 5.37 in wolfsburg sein könnte.sinnigerweise haben alle diese gedanken auch einen vorteil: meine unkreativität, das programmieren betreffend hat wohl nach einem absoluten hoch anfang des jahres ein vorläufiges ende gefunden. es flutscht sozusagen wieder entspannt aus den fingern hinein in diverse zeilen code. was eventuell sogar zu einem erhöhten reibefaktor zwischen daumen und zeigefinger führen sollte. ich hoffe es zumindest. und ich versuche mir auch hase’s worte immer und immer wieder vor augen zu führen, das ich halt nicht everybodies darling sein sollte. und ich muss mich dafür auch bei torsten bedanken, der mir zumindest gezeigt hat, das es auch andere probleme geben kann und das wasser niemals zu kalt ist um reinzuspringen. das sollte ich nur mal meiner seele irgendwie erklären :-) vielleicht merkt sie es ja irgendwann mal , ich hoffe nur , nicht allzu spät.

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