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Dinge / Things
Manchmal passieren sie einfach, diese Dinge. Kommen wie ein Gewitter im August (wovon wir ja irgendwie gerade reichlich haben) und sind dann einfach da. Andere liebgewonnene Sachen verschwinden ein Fluss in Afrika oder unsere heissgeliebten Gletscher in den Alpen. Was machen wir also? Wir konzentrieren uns in erster Linie auf das vordergründige, naheliegende wertbildende. Oder auf Menschen, die uns nahestehen. Oder halt Geld, was ja bekanntermassen alleine nicht glücklich macht, auch zu zweit sieht es eher schlecht aus. Jeder halt so, wie er es für richtig hält. Wobei selbst das manchmal recht zweifelhaft ist, das mit dem für richtig halten.
Was mache ich? ich wurschtele mich so durch. Irgendwie. Banalerweise schon wieder im Zug sitzend, um in einigen Stunden wieder einen Rechner irgendwo zu reparieren. Nicht das ich mich beschweren würde, nein, es ist ja wohl mein Job und als solches auch zu sehen. Wobei ich hierbei nur zu gerne anmerke, das es nicht mein Hobby ist, ich bin weder bei eBay noch bei irgendwelchen Spielchen dabei, mein Ausflug in Second Life beschränkt sich mittlerweile auf ein paar Automator Skripte, und ich sitze wirklich nicht zum Vergnügen vor dem Rechner. Viele scheinen das im Zusammenhang mit meiner Person zu vergessen, oder gut zu ignorieren. Vielleicht sollte ich alle miteinander mal auf diesen Satz bringen: Es macht mir wenig bis keinen Spass, täglich 10-14 Stunden vor dem Computer zu sitzen. Wobei ich das auch mal gerne relativiere, denn seit meinem Lagerwechsel von Seattle nach Cupertino ist zumindest der Stressfaktor deutlich gesunken. Und was ich gestern erst wieder in einem Telefonat mit Holger bemerkte, PC-Dinge oder besser Windows-Dinge kommen einem irgendwie vom anderen Stern vor. Und ich frage mich dann natürlich, wie ich solange auf den Komfort verzichten konnte, doch schon bei der Frage liegt die Antwort auf der Hand: wegen dem mangelnden Reibefaktor zwischen Daumen und Zeigefinger. Und irgendwie war es echt notwendig die ewigen Basteleien an quietschbunten Betriebssystemen mal aufzugeben, wenn ich nur daran denke, wie lange ich erst vor kurzen an BillyBoy’s letzter Rache saß, nur um ein simples Mobiltelefon zum entspannten Surfen im Web zu überreden. Warum einfach, wenn es doch auch kompliziert geht. Der Tod von CountZero hatte also auch etwas schlichtweg befreiendes, letztenendes die Erfindung der Einfachheit für mich, sozusagen der Weg Back to the Roots, wo man sich wieder auf ein paar wichtigere Dinge konzentrieren kann.
Vielleicht sollte ich mein restliches Leben einfach mal daran orientieren und nicht in Jaudscher Manier von einer mittelschweren Katastrophe in die nächste zu verfallen. Wobei dem magentafarbenen sicherlich schwer das Wasser zu reichen ist, wie ich gerade erst wieder in längeren Telefonaten mit einer durchaus als nett zu bezeichnenden jungen Call-Center Angestellten feststellen musste. Und nein, ich wollte nicht, das gezaubert wird, ich wollte nur dem unbestimmten Drang der einschlägigen Werbung nachgeben, und mich dem Entertainment in seiner Gesamtheit ergeben. Was aber auch nicht unbedingt einfach ist. Selbst wenn man es mit jeder Willensfaser erreichen möchte, scheint es doch Grenzen zu geben, Grenzen an denen der technikverliebte Mensch (der ich bin, ohne Frage) abprallt wie ein Schmetterball eines chinesischen Tischtennismeisters.
Was macht dann eigentlich der sogenannte Normalverbraucher? Setzt der sich dann hin und fängt an bedächtig vor sich hin zu weinen? oder schaut er dann neidvoll zu Menschen wie mir auf, im Hinterkopf die Aussage du hast aber ahnung und ich nicht? Ich glaube ich will die Antwort darauf garnicht wissen. Zu oft habe ich schon Dinge fixen müssen, die aus gutgläubiger Werbung angeschafft worden sind, um dann im Nachhinein sich als für den erworbenen Zweck gänzlich ungeeigenet zu erweisen. Gerade dann wenn die Saturn Werbeslogan geprägte Gesellschaft sich wieder einmal an einem besonderen Schnäppchen erfreute, das sich bei näherer Betrachtung als pure Verarsche herausstellt. Komischerweise werde ich dann danach immer gefragt ob ich das Teil der Begierde doch noch seiner Zweckbestimmung zuführen könnte. An dieser Stelle könnte ich eine schier endlose Liste beginnen, aber das will niemand lesen. Nur eines sei gesagt, und das ist unserer heutigen Zeit leider extrem häufig, wer billig kauft, der kauft definitiv zweimal. Natürlich ist das nicht die Pauschalaussage aber die meisten vermeintlichen Schnäppchen erweisen sich im realen Betrieb als teurer Zeitvertreib. Was in meiner Branche aber wirklich schlimm ist, das dem Laien die schöne heile Welt vorgegaukelt wird, die er sofort ohne Problem sich eigen machen kann. Das führt zu einem gefährlichen Leichtsinn, der immer mehr Geld kostet als ursprünglich angedacht ist. Nur mal so zum Vergleich: Ein Auto ist ein Wertgegenstand ohne Frage, gerade wenn es neu ist. Welcher normale Mensch würde im Fehlerfall einen beliebiegen anderen Autofahrer fragen, ob er das fixen könnte? Ich denke niemand! Jeder Mensch würde das Auto in autorisierte Hände legen wie zum Beispiel irgendwelche Werkstätten. Bei Computern scheint es diese Hemmschwelle nicht zu geben, jeder der einen Mediamarkt/Saturn Prospekt fehlerfrei lesen kann, ist automatisch Fachmann/frau. Und was dann angefangen wird zu frickeln, zu basteln mit Tools die schon schlecht waren als es noch garkeine Fenster im Betreibssystem gab. Viele Fehler, die ich im Normalen Alltag behebe, sind eigentlich erst dadurch entstanden, das entweder die RTFM-Dinge nicht so wahrgenommen werden wie gewünscht, oder der gutgemeinte Rat deutscher 4-buchstabiger Computerfachzeitschriften ungeprüft übernommen wurde, oder, und das ist das schlimmste, zur Fehlerbehebung jemand der einen kennt , der wieder einen kennt usw. pp. Mal im Ernst, ich würde nicht ma lim Traum darauf kommen, mein Auto selber zu tunen. Weil ich keine Ahnung davon habe ! Aber ich beklage mich nicht, ich lebe davon , das es so ist.
2day is the first day of the rest from your life… meinte Jem schon so treffend. Nur hätte ich nicht gedacht, das es sich teilweise so beschissen anfühlt wie gerade. Wie oben erwähnt macht die Arbeit nicht unbedingt solche Freude. Was zu verschmerzen wäre, wenn der Rest das ausgleichen würde. Aber leider nimmt die Arbeit zur Zeit soviel Platz in meinem Leben ein, das ich von einem real existierenden Rest garnicht reden will.
und es sind noch 4 tage ….
wech
