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« « ________brunchen____ ja, aber…
start the ride
war schon wieder etwas ruhiger , aber ich muss auch manchmal arbeiten, leider. bin auf dem weg zum bahnhof und fahre in den taunus. sozusagen ein berliner im ausland. fliegen ging wegen der allseits geliebten wm leider nicht mehr, es sei denn man kann sich sein eigenes flugzeug leisten, tickets kosten ähnlich.
so werde ich also den tag heute in den armen des herrn mehdorn verbringen und hoffentlich genug muße haben, mir ein paar sachen noch durchlesen zu können während der fahrt. das verbrannte silizium begleitet mich natürlich auf dem weg.
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und das beste ist, ich sehe ein paar freunde wieder. schön. und traurig zugleich.
[the trip]
sicherlich überlegt man sich, warum diese reise einen gleichzeitig freudig und traurig stimmt. es ist wie es ist, manchmal kommt eine etwas wehmütige stimmung auf, und leider gottes viele schmerzhafte erinnerungen. meine letzte trennung ist gerade mal 3 monate her und auch an diese gegend gekoppelt. alle erinnerungen daran kommen zwangsweise wieder hoch und nein nicht das sie mich bedrücken, sie sind einfach da, und das ist auch gut so , denn es gehört nun mal mit dazu. zum leben. zu allem was einen ausmacht, wer man ist und wohin man möchte. halt ein meilenstein.
somit ist es etwas das teil meines lebens geworden ist, wie viele sachen vorher auch, es gibt keinen groll und auch kein nachtrauern, es ist halt nur eine erinnerung. viele facetten, spielrichtungen, erfahrungen die irgendwann dazu führen , das ich sicherlich weiss was ich nicht will. nicht ich habe sie verlassen, sondern sie mich, aus gründen, die mir jetzt 3 monate später, so klar und verständlich vorkommen wie nur irgendwas. im augenblick der trennung selbst war ich verzweifelt und habe auch so meine zeit gebraucht, mir darüber klar zu werden , das es nur ein teil meines lebens war, der endete, aber das leben an sich geht natürlich weiter. für 14 tage war ich komplett am boden zerstört, konnte nicht essen und rotwein wurde mein bester freund. doch wir haben ja die eigenschaft, aufzustehen und vorwärtszugehen, ich selber vertrete diese meinung mit aller kraft. nichts ist so schlimm, den blick nach vorne zu verlieren, und ich denke, wenn man die essenz dessen, was der vergangene abschnitt darstellte nimmt, ddann ist es auf alle fälle etwas positives was übrig bleibt.
und dieses positive ist es doch was uns gegenseitig liebenswert macht, die tatsache, das wir äussern können was wir *nicht* wollen, ohne zu sagen, was wir wollen, geschweige denn zu denken…. nur wünsche können wir vermuten, wünsche die den prinzen oder in meinem fall die prinzessin ausmachen. ich trauere keiner beziehung hinterher, denn es bleibt ja immer die schöne erinnerung, an dinge die man gemeinsam tat, an entscheidungen, die man gemeinsam traf, an stunden die man stumm sich in die augen sah, und vor liebe weder vor noch zurück konnte. und vielleicht sollte man auch so denken, denn der schmerz der trennung ist in dem moment so grausam und zerstörend das es masochismus grenzt, diesen schmerz aufrecht erhalten zu wollen. das kann keiner wollen, und die, die es wollen, können dem dann auch mit sicherheit freude abgewinnen.
während ich hier durch sachsen-anhalt fahre, blitzen gedanken auf , die ich schon lange vergessen hatte. da ich auch ein zugereister bin , der zugegebenerweise aber schon sehr lange in berlin lebt, und ich eigentlich aus der gegeng komme die ich mit 250 km/h durchquere, sind die gedanken an eine meiner jugendlieben denoch vorhanden. ich glaube ich war 14 als ich antje kennenlernte, und wir verbrachten 2 sommer und einen winter miteinander, sie im harz und ich in berlin lebend, immer nur in der zeit der ferien. im nachhinein erinnert mich das wiederum an meine eltern, denn auch bei ihnen begann es so , gleicher ort gleicher zeitraum, mit dem ergebnis : meinereiner !
zurück zu dem ziel meiner reise. es gibt eigentlich keinen aspekt der schlecht ist , wenn man die kraft und den mut hat nach vorne zu schauen und auch entsprechend seine einstellung zu sich selbst daran anpasst. nutzlos vertane zeit ist das bedauern der trennung keinesfalls, aber das eigene leben spielt nicht in der vergangenheit sondern im jetzt und der zukunft, carpe diem, mache das daraus, was du möchtest. um später sagen zu können, nichts war nutzlos, nicht sinnlos… und vor allem, bleibe dir selbst treu.
ich freue mich auf frank, wir haben uns mittlerweile seit genauso langer zeit nicht gesehen. ich glaube, meine letzte trennung ist zum grossteil auch an ihn gebunden, und nein , er ist nicht schuld, wenn jemand schuld ist , dann wohl ich. nein, man sagt im allgemeinen das das zusammentreffen mehrerer äusserer widriger umstände die stattfanden zu genau dieser trennung führten. was hat das mit frank zu tun? einiges, wer mich kennt, der kennt auch die ganze geschichte, sie arbeitet bei ihm, er fiel gesundheitsbedingt aus , und sie übernahm einen grossteil seiner arbeit, was unsere gemeinsame zeit arg einschränkte, und alles was war zu erliegen brachte. ich versuchte, eine lösung zu finden, die aber gar nicht von mir gefordert wurde, womit ich mich präsenter machte als sie wollte. (das wort wäre klammern) und ich wollte in diesem moment nur helfen, ohne dabei daran zu denken, das es genau das gegenteil bewirkte. und irgendwann war es dann das ende. zwangsweise. unbeabsichtigt und durch meine eigene blindheit nicht vorhersehbar. und auf alle fälle habe ich gelernt.
frank ist und bleibt einer meiner besten freunde. und deshalb freue ich mich ihn zu sehen, egal was drumherum passiert ist.
ich hoffe das ich irgendwann mal wieder mit ihr reden kann. jetzt geht es noch nicht.
wolfsburg.
