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remember when you were young …

zugegebenerweise, mich interessiert die vergangenheit eigentlich nur insofern, das es ein paar schöne momente gab, aber soweit zu gehen, das sie zurück kommen soll, die “gute, alte zeit” , nein , das muss wirklich nicht sein. es gab zwar sicherlich viele schöne momente, die man aber damals überhaupt nicht zu würdigen wusste, weil man überhaupt nicht den nerv dazu hatte. ich weiss nicht wieviele dinge ich heute mit anderen augen sehen würde, wenn man mir es damals gesagt hätte: “mensch, der augenblick ist gerade schön , merk ihn dir!”.

einzig die umgebung ist noch das maß dafür , an dem ich gerade anfange mich an früher zu erinnern. hauptsächlich mit dem was man sieht , wenn man durch berlin radelt. so wie ich. ich bin ein kind der DDR und gehöre unglücklicherweise zu der generation die nur allzu leicht unter die räder der vor-/mit- und nachwendezeit geraten konnte. (ich kenne leider nur zu viele, denen es heutzutage nicht unbedingt gut geht!). die wende ereilte meine generation im alter von 22, sozusagen gerade am Beginn der zeit, in der man anfing sich etwas zu schaffen. in der man ein halbwegs gefestigtes wertebild hatte, man wusste zumindest, was man liebte und was man hasste. Mir ging es damals blendend, ich war verliebt und hatte ausreichend geld, was wollte ich mehr. an meiner seite eine Frau die ich liebte, ein Hobby das mich ausfüllte und verdammt viel spass am leben. bis auf die frau und dem hobby habe ich das alles heute auch noch ! 

erziehungstechnisch war so alles was ging in die hose gegangen (gottseidank!) und man wollte in grossen schritten die eigene kleine welt erkunden. das löste sich ja in seine bestandteile auf, und im gegensatz zu meiner elterngeneration hatte man wenig auf dem man bauen konnte.  das einzige, was zählte war halt der konsum , der einen mit einer noch nie dagewesenen wucht packte und durch die gegend trieb. nun man konnte plötzlich reisen, und die länder erkundigen, die einem so lange verwehrt waren. nur frage ich mich , aus meiner heutigen sicht, wie sollte das funktionieren, wenn man die innenseiten seiner hosentaschen nach aussen kehren konnte und nur ein paar alte mottenkugeln das tageslicht wieder erblickten ? also besann man sich auf das was die eltern und die schule durch ihre jahrelange einwirkung versucht hatten, man besann sich auf werte, die auch schon für die eltern gegeben waren. nur das jegliche basis für dieses denken weg war, es blieben halt nur die erinnerungen an die vermeintlich bessere zeit.

viele, denen ich in den letzten jahren begegnet bin, haben exakt das vollzogen. mein leben ist da anscheinend eher die ausnahme, glaube ich zumindest. in den unterhaltung kristallisiert sich das meistens heraus, vor allem das wissen darum eine option ungenutzt verstreichen lassen zu haben. nur frage ich mich manchmal, welche option ich verstreichen lassen hab ? habe ich alles das gemacht , was ich mir damals schnell auf die husche mal ausgemalt habe ? ich weiss darauf (noch) keine antwort, vermutlich werde ich irgendwann mal auf eine kommen. bis dahin schaue ich zu wie dinge um mich herum demontiert werden, die damals einen teil *meines* lebens in dieser stadt geprägt hatten. und das meine ich wertungsfrei, kein anspruch darauf zu legen ob das nun gut oder schlecht ist. die gedanken laden nur ein zum was wäre wenn spiel…..

clouds above the telespargel

 

 

 

 

 

Be.(rlin)

Seit wochen malträtiert und der Senat mit einer Kampagne, die so grottenschlecht ist , das sie nicht einmal mehr in den Kult-status erhoben werden *kann*. Sei.Berlin, oder auf einigen flyern bei mir im briefkasten anglisisert : be.berlin …… dazu ein paar lachende dauerstudenten , denen ich hier bei mir im kiez täglich begegne, und noch ein flotter spruch im sinne von : “die jugend ist das beste” , Mensch und ich dachte die Stadt ist pleite ! aber anscheinend doch nicht, denn sie beginnt be.(forsch) Aufrufe an die zugereiste jugend der republik zuschicken. be.(happy) scheint dabei aber noch keiner geworden zu sein, denn be.(kloppt) sind auch sie nicht. und man ist sich nicht zu be.(scheuert) an das rathaus auch noch ein plakat zu hängen. vermutlich ist das wieder ne Kampagne um aus den früher von mir schon erwähnten “Projekten” mal irgendwas zu machen worauf Papi’s sohn so richtig stolz sein kann. und dafür bin ich so richtig be.(thankful)

Be.(scheuertes) Plakat am Rathaus

Was für eine Scheisse !

 

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