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the asshole factor
es gibt ja zwei arten wie man selbst zu dem wort “arschloch” steht: einerseits wird es gerne und oft an andere mitmenschen vergeben in der festen überzeugung, sie hätten es verdient. andererseits bekommt man manchmal das gefühl , jemand anders hält einen für selbiges, vermeidet aber es auch zu sagen, warum auch immer. ich denke, niemand fühlt sich gerne als ein solches, und es schmerzt nur zu sehr, wenn man das gefühl hat eins zu sein. so gehts mir gerade. ich bin anscheinend nicht aufmerksam genug um auf die probleme mir nahestehender menschen einzugehen, und weil das so ist , bekomme ich durch die blume gesagt, was für ein ignorant ich doch bin und demzufolge ein arschloch. genial.
nicht das ich die aussage nicht verstehen würde, wenn man mich so bezeichnet , ok, kann sein , das ich in dem augenblick ein solches bin. meine interessenlage ist dann vorhanden wenn ich einbezogen werde, wenn ich am leben eines anderen menschen teilhaben kann. per meiner definition ist das so , nicht einfach nur dazusein, sondern eben aktiv zu sein. ich will nicht verschwiegen werden wie ein pickel am hintern, man sollte sich nicht für mich schämen müssen, weil ich so bin wie ich , sondern einfach nur zu mir zu stehen. menschen die das schaffen geniessen meine aufmerksamkeit und auch meine zuwendung, mehr als mir manchmal schon lieb ist. und dann passiert das unglaubliche, man beginnt sich zu lieben einfach nur des menschen wegen und nicht dessen was er nach aussen gibt.
bedeutet das denn selbstaufgabe ? soll ich dann alles verdrängen, was mein leben bestimmt nur um den mir zugedachten part zu erfüllen ? sogar dann, wenn es im geheimen , stillen eckchen stattfindet, weil der andere eben nicht sich zu der aussage hinreissen lässt, das ich in seinem leben eine rolle spiele ?
sorry, das , genau das brauche ich nicht ! wenn man mich mag , dann macht man das entweder ganz oder garnicht, genauso ist es doch bei mir. ein mensch, der einlass zu meinem herzen begehrt, bekommt ihn ganz oder halt nicht. und es gibt nichts, womit das zu verleugnen wäre, niemand muss sich für einen anderen schämen, wir sind keine 15 mehr, wo die schlechten tischmanieren die eltern dazu bewegen, den besuch bei den freunden auf unbestimmte zeit zu verschieben oder zu einer zeit zu legen, wo das pubertierende etwas nicht unbedingt mit anwesend sein muss.
menschen, die mir etwas bedeuten, haben einen platz in meinem herzen und in meinem leben, alle anderen halten mich halt für ein arschloch. wenn es so ist , dann ist doch die welt klar, und es muss kein wort der entschuldigung gesagt werden.
noch viel schlimmer finde ich eigentlich nur die tatsache , das dies nicht artikuliert wird. sondern immer auf elektronischen weg übermittelt wird. wie originell und gleichzeitig tumb.

laszlo, schön, dass du wieder schreibst
war seit dem Sylvesterbeitrag nicht mehr hier
sehr gut geschrieben
gefällt mir
lieben gruss
maja
15. März 2009 @ 19:09