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become of ages ….

Langsam wird es echt komisch. Vielleicht liegt es wirklich am Alter, aber gestern ereilte mich eine Mail eines ehemaligen Mitstreiters aus meiner Lehrzeit in Stralsund. Vielleicht wird man sentimentaler, das man sich an gewisse Einfachheiten die es damals als “Leben” so gab, und an die man sich heute so zurückerinnert. Nachdem ich mich jetzt schon geraumer Zeit mit der Orga zum 25jährigen Klassentreffen beschäftige, sind anscheinend auch andere auf den trichter gekommen, mal nachzuforschen, was der Rest aus der glorreichen, aber damals so grottenschlechten, Lehrzeit heute so macht.

Ich muss dazu sagen, das der Job, den ich heute mehr oder weniger ausübe, nicht der ist, den ich mir eigentlich gewünscht habe. Vielmehr entstand das eher so aus einer Notlösung heraus, da mir meine Verwandschaft (man kann sie sich bekanntlich ja nicht aussuchen) mit ihren Wurzeln im NSW (Nicht-Sozialistischem Weltsystem, Zur Erklärung) es klar verhinderte was mein erklärter Wunsch war: Vermessungstechniker, also die Leute die mit den Latten und den Messgeräten durch die Gegend laufen, um zu messen, was das Zeug hergibt. Da ja alle Karten der DDR zumindest im Berliner Raum, mehr oder weniger gut gefälscht waren, hätte ich mit meinem Wissen dann Einblick gehabt in eines der grössten Geheimnisse der DDR. Und das ging natürlich garnicht, ich hätte ja alles verrraten können, an den Klassenfeind, der mit meinen dann genauen Aussagen seine Pershing Raketen hätte neu ausrichten können. Im nachhinein betrachtet hört sich das schon fast wie eine urban legend an. Aber gut. mir wurde Wunsch nach diesem Berufsbild einfach mal verwehrt, aus o.a. Gründen. Und als es dann an das wählen der Ausbildung ging, tja, Abi zu machen lohnte sich dann halt nicht mehr. und so kam meine Mutter auf die glorreiche Idee (im Nachhinein, ein dickes Danke dafür!) das ich ja das gleiche machen könnte wie der Sohn ihres Chefes, Mechaniker für Schwarze Kunst. Ein in sich gesehen grottenlangweiliger Job, und im Nachhinein gesehen, habe ich diesen Job tatsächlich nur während des ersten Jahres in der Lehre ausgeübt , schon das zweite Jahr in Berlin hatte mit dem Beruf tatsächlich nix zu tun. Sinnigerweise ist auch die gesamte theoretische Ausbildung im Rückblick betrachtet komplett für den Ar*** gewesen, denn der pädagogische Grad unserer Ausbilder war vergleichsweise hoch , wie der Dienstgrad in ihrer Armeezeit. Somit könnte man sagen, die Zeit wäre verschenkt gewesen, was sie bezgl. des Ausbildungsinhaltes sicherlich auch war. Aber nach zwei Mail mit einem Zimmergenossen aus meinem damaligen Internat in Stralsund Andershof, kommen doch Erinnerungen an Zeiten zurück, die man durchaus als Spassig benennen kann. Und wir hatten in dem einen Jahr wirklich verdammt viel Spass in diesem zu DDR Zeiten gottverlassenen Nest Stralsund. Vielleicht führe ich die Anekdoten aus dieser Zeit mal hier auf, aber ich denke, da würde ich recht viele Persönlichkeitsrechte verletzen. Leider war es so wie in der Schule, aus den Augen , aus dem Sinn. Einige habe ich bei Stayfriends wiedergetroffen, andere wie Knauke im realen Arbeitsleben. Aber die meisten sind wohl in alle Winde verstreut, und machen heute vielleicht was sinnvolleres als die Ausbildung damals vermuten lies. Ich hoffe es zumindest.

PS. wobei ich nicht weiss, ob aus Ghetto jemals was vernünftiges hätte werden können :-)

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